Last Minute Weihnachtsgeschenk

Last-Minute Geschenk:
Dusch-Steine

Lesezeit 3 Minuten

Dusch-Steine? Was ist denn das?

Sie sind grau, sie sind annähernd Stein-förmig, aber das war es dann auch schon mit den Ähnlichkeiten. Denn sie sind weich, wohlduftend und schäumen ganz arg.

Na, was mag sich dahinter verbergen? Richtig, der Geschenke Klassiker Nr. 1 (jedenfalls vor etwa 40 – 50 Jahren) neu verpackt! Seife!

Einfach ein schönes Stück Seife schenken mag ja nett sein, denn mittlerweile haben wir alle festgestellt, welche Vorteile feste Seife gegenüber Duschgel hat (weniger Müll, kein Mikroplastik, schöne Inhaltstoffe – je nach Seife – geringerer Verbrauch…) aber so richtig interessant ist das ja nun nicht. Aber wie wäre es, mit einem Stück Seife, was nicht nur wäscht und duftet, sondern auch peelt und schäumt wie blöde? Fein, oder?

Ein bisschen an die Spa-Mentalität angelehnt habe ich mich an Stein-Optik gewagt, aber man kann alles machen – Seifen mit Schnurrbärten oder mit Weihnachtsbäumen, in Schweinchen Form oder marmoriert. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt…

Aber wie geht das denn nun?

Eigentlich ist es ganz simpel. Die Seife wird Nass umfilzt und anschließend gestaltet. Sie kann dann, so wie sie ist, einfach mit unter die Dusche genommen werden und fungiert dann als Schwamm, Peeling und Seife gleichzeitig! Durch das Benutzen schrumpfen Filz und Seife gleichzeitig und am Ende hat man eine schöne Filzkugel übrig.

Also schnell zum nächsten Bastelladen!

Ihr braucht:

  • Schafwolle zum Filzen in eurer Wunschfarbe
  • Eine Trockenfilznadel und eventuell einen Schwamm zum Trockenfilzen
  • Eine alte Socke
  • Eine Schüssel mit warmem Wasser
  • Ein Stück Seife

Als erstes schnitzt ihr euch die Seife in die gewünschte Form. Ihr könnt zum Beispiel Herzen machen, oder Kugeln, oder Halbmonde – was euch gefällt. Anschließend umwickelt ihr das Ganze mit Wolle – es sollte eine gute Schicht auf der Seife sein, man sollte aber noch grob die Kontur erkennen können. Das Ganze in die Socke gesteckt und ab ins Wasser. Riecht im ersten Moment ziemlich nach Schaf, aber keine Sorge, das verliert sich. Wir wollen ja niemandem das Gefühl geben mit einem nassen Schaf unter der Dusche zu stehen…

Ist die Seife mit der Wolle in der Socke und das Ganze ist nass, dann könnt ihr anfangen zu rubbeln, zu kneten und zu waschen. Nach ca. 15 Minuten könnt ihr das gute Stück aus der Socke holen – und voila! Fertig. Jedenfalls fast. Für meine Steine habe ich dünne weiße Schnüre gefilzt (Wolle nass machen und zu dünnen Würsten rollen und rubbeln) und sie anschließend mit der Trockennadel aufgefilzt.

Hä wie? Fragt sich jetzt vielleicht der Filz-Neuling. Nichts einfacher als das. Die Nadel nehmen und mit vielen, vielen Stichen und wohldosierter Wut auf die beiden Filzsteile einstechen, bis sie zusammenhalten. Die Filznadel zieht nämlich die feinen Wollfäden ineinander, wodurch es verfilzt.

Wer Muster wie Sterne oder Weihnachtsbäume haben möchte, dem rate ich zu einem Griff zu den Keks Ausstechformen. Den Ausstecher auf den Schwamm zum Trockenfilzen legen, mit Wolle füllen und losstechen. Da darf auch ruhig Wut abgebaut werden, der Schwamm hält das nämlich aus. Nach einer Weile ist das Muster fest und man kann es auf der Seife anbringen. Am Ende die Seifen durchtrocknen lassen.

Man kann die Seifen in einer Dusche verwenden, aber genau so praktisch sind sie als Handseifen. Dann spart man sich nämlich das elende Säubern einer Seifenschale.

Von meinen drei Anfangsexemplaren sind nur zwei in die Endrunde gekommen – der dritte im Bunde verschwand durch meine Tochter, die voller Begeisterung mitgefilzt hat, ihr Schmuckstück dann aber eilig entführt hat.

Frohe Weihnachten euch allen!

Eure Hannah

Hannah

Die Autorin

“Hi! Ich bin Hannah: 

Chaotin, Mama, Ehefrau, Selbstständige und überaus neugierig. Ich gehe seit einigen Jahren meinen Weg zum Zero Waste und möchte euch von meinen Erfahrungen erzählen.”

Autorin bei FREIRAUMREH

“Freundin, Herzensschwaegerin, Mama meiner wundervollen Nichten, Familie, Liebster Gluecksfall!” Kim

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