3 Tipps für eine Zero Waste Küche

Zero Waste Basics: Kueche

Lesezeit 3 Minuten

Die Küche – ein zentraler Ort im Leben der meisten Menschen und heute sehr von Einweg- und Fertigprodukten dominiert. Ein Umstellen auf eine Zero-Waste Küche bringt daher gleich mehrere Vorteile: Die Umwelt profitiert von weniger Plastik- aber mehr Bio-Müll und meist geht es Hand in Hand mit einer gesünderen Ernährung.

Trotzdem, gerade die Küche ist der schwierigste Ort für Zero Waste. Ich bin immer wieder erstaunt über den Berg Müll, der sich trotz all meiner Bemühungen doch noch ansammelt – aber jeder Schritt zählt und ohne meine Bemühungen wäre der Berg schließlich nur noch größer.

 

 

1.   Einweg-Produkte ersetzen

Jedes Mal, wenn man ein Einweg-Produkt wegschmeißt, ersetzt man es einfach durch eins, das denselben Zweck erfüllt – aber wiederverwendbar ist. Zum Beispiel:

 

Spülschwamm aus Plastik – Spültuch aus alten Handtüchern

Backpapier – Dauerbackfolie

Klarsichtfolie – Bienenwachstücher

Kaffeepads – wiederverwendbarer Kaffeefilter

Manchmal hilft es, sich zu fragen, wie das Produkt vor der Erfindung von Plastik aussah oder wie die Handhabung einer Aufgabe bewältigt wurde. So habe ich mich gefragt, wie ich die kleinen Hefewürfel aus meiner Küche verbannen kann – jetzt setze ich meine Hefe ohne großen Aufwand selbst an. Die Informationen sind meist nur ein paar Klicks entfernt.

 

2.   Unverpackt, regional und saisonal kaufen

Die größte Hürde bei uns. Als vierköpfige Familie können wir unmöglich unseren gesamten Bedarf auf dem Markt kaufen. Trotzdem bemühen wir uns und kaufen im Notfall große Packungen.  Auch wegen der Kinder muss ich Abstriche machen – meine Vierjährige versteht ohne Weiteres, warum es bei uns keine Quetschies gibt, bei Schokolade hört der Spaß dann für sie auf. Und das will ich ihr auch nicht nehmen.

Viele Produkte gibt es in Pfandgläsern statt in Einwegverpackungen. Allerdings schrecken Pfandgläser ab, denn man muss sie schließlich wieder zurückbringen. Mittlerweile kann man aber alles in den normalen Pfandautomaten geben.

In Städten gibt es meist ein großes Angebot an kleinen Gemüseläden und mittlerweile gibt es auch viele Unverpackt Läden. Wer einen solchen Laden sucht kann auch die App „ZeroWaste“ zurückgreifen, dort gibt es eine große Liste.

Neben Hofverkäufen und dem Markt gibt es die Möglichkeit, selbst Gemüse zu ziehen. Wer keinen Garten hat kann auch auf dem Balkon oder der Fensterbank Gemüse anbauen. Außerdem kann man viele Sachen ganz unkompliziert sammeln, zum Beispiel Haselnüsse. Auf der Seite mundraub.org findet man viele gute Sammelstellen.

Egal wo man kauft, auf die Saison sollte man achten. Meistens ergibt sich das von allein, wenn man regional kauft.

 

 

3.   Selber machen

Um auf Fertigprodukte zu verzichten, ist es unabdingbar, viel selbst her zu stellen. Dabei braucht man jedoch eine realistische Planung: Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Welcher Bedarf muss abgedeckt werden? Welche Produkte verursachen besonders viel Müll und wie lassen sie sich gut ersetzen?  Die Küche braucht eine dementsprechende Ausstattung. So haben wir als Familie einen deutlich erhöhten Nudel-Bedarf – deswegen haben wir eine vollautomatische Nudelmaschine von Philipps (Philipps Pasta Maker). Seitdem wir ihn haben, gab es bei uns nicht einmal mehr gekaufte Nudeln.

Nicht nur Lebensmittel lassen sich sehr gut selbst machen. Spülmittel aus Efeu oder Kernseife, Spülmaschinentabs und Klarspüler sind ebenfalls leicht gemacht.

 

 

 

 

Gut Ding will Weile haben – das gilt vor allem für die Zero Waste Küche. Aber je größer der Aufwand den man treibt, desto höher ist auch der Gewinn. Zu lernen, seine Lebensmittel selbst herzustellen, seien es nun Nudeln oder selbstgebackenes Brot, macht Spaß und steigert die Lebensqualität.

Irgendwann bemerkt man, dass man den Müll doch nicht jeden Tag leeren muss und dafür das Pfandglas deutlich mehr geworden ist. Und das ist dann ein wirklich schönes Gefühl!

 

Viel Spaß mit eurer Zero Waste Küche wünsche ich Euch!

Eure Hannah

 

 

 

Hannah

Die Autorin

„Hi! Ich bin Hannah: 

Chaotin, Mama, Ehefrau, Selbstständige und überaus neugierig. Ich gehe seit einigen Jahren meinen Weg zum Zero Waste und möchte euch von meinen Erfahrungen erzählen.“

Autorin bei FREIRAUMREH

„Freundin, Herzensschwaegerin, Mama meiner wundervollen Nichten, Familie, Liebster Gluecksfall!“ Kim

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