Schützt das Wasser!

5 Dinge, die jeder sofort tun kann.

Lesezeit 3 Minuten

Wasser – das Lebenselixier der Welt. Wir alle lernen bereits in der Grundschule, wie wichtig Wasser für uns und unsere Umwelt ist. Aber wie sieht es in der Welt mit dem Wasserzustand eigentlich aus?

Ziemlich schlimm, wirft man einen Blick auf die Gesamtsituation. Mitschuld sind die industrielle Revolution und ein sorgloser Umgang mit der Entsorgung von Müll, aber auch Faktoren wie Luftverschmutzung und Schifffahrt sind ein erheblicher Faktor. Zwar gab es ab den 1970er Jahren in Deutschland Besserung (1992 wurde tatsächlich der erste Lachs wieder im Rhein gefangen) aber es bleibt noch viel zu tun. Die Normwerte für Chemikalien wie Quecksilber werden weiterhin deutlich überschritten (eine gute Übersicht findet man auf der Homepage vom Umwelt Bundesamt).

Nur 26,4 % aller deutschen Seen schafften 2015 einen „guten“ oder „sehr guten“ ökologischen Zustand. Andersherum gelesen: 73,6% sind schlecht. Der Gesamtzustand aller Oberflächengewässer in Deutschland wurde 2015 als „nicht gut“ eingestuft.

Was kann ich tun? Hier sind fünf Punkte, die jeder sofort machen kann.

1.       Was nicht in Wasser gehört, kippt man auch nicht ins Wasser

Ja, wir haben Klärwerke. Klärwerke können aber nicht alles filtern. Im Schnitt fließen pro Kopf pro Tag 120 l in den Abfluss gen Klärwerk. Und in den 120l kann eine Menge transportiert werden: Mikroplastik und Medikamente sind die größten Probleme. Mikroplastik findet sich im täglichen Gebrauch vor allem in Kosmetika, Putzmitteln sowie allen Gegenständen, die aus Plastik sind und aus denen sich Plastik löst. Also: Augen auf beim Kauf! Es gibt viele Kosmetika OHNE Mikroplastik und plastikfrei in verpackt. Seife statt Duschgel, Roggenmehl statt Shampoo – schon hat man viel verändert. Putzmittel kann man entweder selbst herstellen oder auf Marken zurückgreifen, die ohne Mikroplastik produzieren, z.B. Frosch. Ansonsten kann man auch im Haushalt darauf achten, auf Plastik zu verzichten, denn es löst sich immer etwas Mikroplastik, besonders wenn es zu Abschabungen oder Erwärmung kommt (z.B. in der Spülmaschine). Generell sollte man auf Müllvermeidung achten: Irgendwie landet doch alles irgendwo im Wasser. Sei es als Plastikmüll oder als saurer Regen durch Umweltverschmutzung, die auch von Müllverbrennung kommt.

Grundlegende Regel: Es sollte nichts im Wasser sein, was nicht biologisch abbaubar ist (Vor allem keine Medikamente!).

2.       Pestizidfrei kaufen oder gärtnern

Gerade in ländlichen Gebieten sind die Normwerte für Pflanzenschutzmitteln deutlich zu hoch. Daher ist es sinnvoll, beim Kauf von Gemüse auch auf Bio-Qualität zu achten und, sollte man selbst Pflanzen anbauen, auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten und Naturdünger zu verwenden.

3.       Import-Produkte meiden

Es gibt den sogenannten Wasserstress. Dieser entsteht, wenn der Wassernutzungs-Index einen Wert von mehr als 20 % hat, also wenn mehr als 20% Wasser zur Nutzung entnommen werden. In Deutschland liegen wir unter den 20%, tragen aber durch Import zum Wasserstress in anderen Ländern bei. Um den Wasserstress dort zu senken wäre ein Verzicht auf Import Produkte sinnvoll. Dadurch meidet man auch den Transport per Luft oder Schiff, welcher weitreichende verheerende Konsequenzen auf Gewässer hat – also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

4.       Politisches Engagement

Über Gewässerschutz in Deutschland entscheiden in erster Linie Politiker. Und warum nicht den hiesigen Politiker mal ansprechen? Jeder Bürger hat das Recht, an seinen Abgeordneten heran zu treten und auf Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Also, ein Griff zum Telefon oder eine E-Mail schreiben – vielleicht bewirkt es was.

5.       Umweltschutzorganisationen unterstützen

Ganz ehrlich, ich halte wenig von einigen großen Umweltschutzorganisationen. Es gibt aber auch welche, die ich wirklich gut finde und gerne unterstütze. Dazu gehört natürlich an erster Stelle der NABU. Auf ihn gehen viele Renaturierungsprojekte zurück, und die sind dringend nötig, um ehemals begradigte Flüsse wieder in eine sinnvolle Form zu bringen. Dadurch werden nicht nur die Gewässer und Tiere geschützt, sondern häufig auch das umliegende Land, weil es weniger zu Erosionen etc. kommt. Der Nabu hat eine tolle Internetseite und ein Mitgliedsbeitrag kostet nicht viel – einfach mal anschauen.

Gott sei Dank wurde schon einiges für den Schutz unserer Gewässer getan. Es war dringend nötig und heute ist es immer noch sehr nötig, denn wir werden immer mehr und der Druck auf die Umwelt (und besonders die Gewässer) steigt.  Auch wenn wir in vielen Gewässern wieder baden können, heißt das noch lange nicht, dass die Gewässer auch für die eigentlichen Bewohner wieder geeignet sind. Gerade Fische sind von Medikamenten und Quecksilber im Wasser betroffen. Und das geht uns genauso viel an, wie die Fische, denn über die Nahrungsketten landet alles wieder bei uns. Wir sind Teilnehmer an einem großen Ökosystem und es wäre nur dumm von uns, das große Ganze zu zerstören, denn schlussendlich leiden auch wir. Also: Putzmittel anrühren, Seife statt Duschgel und Augen auf beim Plastikkauf – schon ist viel getan für die Gewässer.

Eure Hannah

 

Hannah

Die Autorin

„Hi! Ich bin Hannah: 

Chaotin, Mama, Ehefrau, Selbstständige und überaus neugierig. Ich gehe seit einigen Jahren meinen Weg zum Zero Waste und möchte euch von meinen Erfahrungen erzählen.“

Autorin bei FREIRAUMREH

„Freundin, Herzensschwaegerin, Mama meiner wundervollen Nichten, Familie, Liebster Gluecksfall!“ Kim

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