Saisonal kochen mit dem Essensplaner

Der Essensplaner

Lesezeit 3 Minuten

Essensplanung. Wenn ich das Wort schon höre bin ich gelangweilt! Allerdings ist mein Schreckensszenario Nr.1 die Situation beim Einkaufen, wenn ich (meistens hungrig) gefragt werde was wir kochen sollen. Keine Ahnung?!

Seit wir zudem auch bei Lebensmitteln auf Import-Produkte achten und nach Möglichkeit vermeiden, ist Essensplanung unumgänglich geworden. Um mir nicht jeden Tag den Kopf zu zermartern habe ich mir deswegen einen Essenplaner gebastelt – und den will ich euch vorstellen.

 

Ein alter Bilderrahmen bekam eine Tapete eingespannt, die ich vor Jahren beim Stöbern auf einem Flohmarkt gefunden habe. Mit Fotoecken (DM, Gott sei Dank produziert in Dänemark) habe ich kleine Karteikarten auf dem Glas fixiert, die Karten können natürlich beliebig ausgetauscht werden. Bei Pinterest findet man schöne Beispiele für Essensplaner mit Eisstäbchen, aber ich wollte auch direkt das Rezept aufschreiben können. Die Rezepte suche ich nun jeden Monat heraus (man findet sehr viele Ideen für saisonale Küche auf Pinterest!) und ordne sie nach den Monaten in einen Karteikasten. Jetzt muss ich mir nicht mehr viel überlegen, ich kann einfach den Karteikasten zu Rate ziehen.

 

Warum regional und saisonal?

Die Umwelt profitiert immens davon, wenn wir auf lange Transportwege verzichten. Es werden weniger Schadstoffe freigesetzt, es gibt keinen Abrieb von Reifen und keine Wasserschäden. Isst man regional, so isst man meistens auch saisonal, zumindest wenn es Produkte vom Feld sind. Gesundheitlich profitieren wir auch von regionaler Kost. In den letzten Jahrzehnten kam es durch Überzüchtung mit Fokus auf Optik und Geschmack zu einem Verlust von Nährstoffen in Gemüse. So ergab eine kanadische Studie, dass die Kartoffel 100% ihres Vitamin A, 57% ihres Vitamin C und 28% ihres Calciumgehalts eingebüßt hat. Durch lange Lagerung, Pflückung bei Unreife und Lagerung in den Supermärkten verlieren diese Gemüse weitere Inhaltsstoffe. Kauft man dagegen frische vom Feld weg erhält man mehr Nährwerte. Hat man die Möglichkeit auf Bio-Produkte zurück zu greifen, ist das natürlich ideal. Diese sind meistens auch weniger überzüchtet und enthalten von vornerein mehr Nährwerte.

Aber zurück zum Essensplaner: So sieht mein Wochenplan aus!

 

Montag:     Spargel mit Pfannkuchen

Dienstag:   Kartoffel-Kohlrabi Gratin

Mittwoch:   Blumenkohl-Kartoffel-Linsen Eintopf

Donnerstag:       Quiche mit Champignons und Frühlingszwiebeln

Freitag:      Fisch mit Ofenkartoffeln und Salat

Samstag:   Reste

Sonntag:    Wirsingrouladen mit Wildkräuterfüllung

 

Gar nicht mal schlecht, oder? So fällt es mir viel leichter auf saisonale Sorten zu achten und es macht mehr Spaß, das Jahr auch anhand der Lebensmittel zu erleben. Irgendwo macht der Bio-Rhythmus des Jahres Sinn und wenn man den Jahreszeiten folgt erlebt man auch eine wunderbare Vielfalt…

Viel Spaß beim saisonalen Kochen!

Eure Hannah

Hannah

Die Autorin

“Hi! Ich bin Hannah: 

Chaotin, Mama, Ehefrau, Selbstständige und überaus neugierig. Ich gehe seit einigen Jahren meinen Weg zum Zero Waste und möchte euch von meinen Erfahrungen erzählen.”

Autorin bei FREIRAUMREH

“Freundin, Herzensschwaegerin, Mama meiner wundervollen Nichten, Familie, Liebster Gluecksfall!” Kim

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