Schadstoffe in Bikini, Badeanzug und Co – so geht es nachhaltig

Lesezeit 4 Minuten

Bunt, bunter, Bikini! Das Kult Kleidungsstück für den Sommer gibt es jede Saison wieder in den schillerndsten Farben und mit besonderen Effekten. Beim Kauf eines Bikinis achten viele auf den Preis, leider jedoch kaum auf Materialien und Verarbeitung. Warum die gängige Bademode in den meisten Fällen mit Schadstoffen belastet ist, die der Gesundheit und Umwelt schaden und wo Du wunderschöne, nachhaltige Bikinis und mehr findest, verrate ich Dir im Folgenden.

 

Der schwarze Bikini ist beliebt – und voller Chemie 

Schwarz macht schlank und ist der absolute Klassiker – auch in Sachen Bademode. Leider gehört die Farbe Schwarz auch zu der am am stärksten mit Schadstoffen belasteten Färbung. Synthetikfasern, wie sie für Bademode verwendet werden, nehmen eigentlich nur wenig Farbe auf. Durch die Mischung von verschiedenen Farbpigmenten und den Einsatz von Halogenverbindungen oder Schwermetallen wie Blei, erreicht man es, dass die Farbpigmente in den Fasern binden. Für das tiefe Schwarz werden hierbei besonders viele Chemikalien verwendet. Das Problem ist, dass genau diese Stoffe bei Hautkontakt leicht ausgewaschen und in den Körper gelangen können und was sitzt näher am nackten Körper als der beliebte Bikini? Neben der Verwendung von Schadstoffen kommen auch noch schlechte Arbeitsbedingungen für die Näherinnen und umweltschädliche Materialen (Kunstfasern sind z.B. häufig erdölbasiert) hinzu, um die niedrigen Preise und Anforderungen gewährleisten zu können.

 

Nachhaltige Bademode – wo liegt der Unterschied?

Nachhaltige Anbieter von Bademode achten darauf, möglichst umwelt- und gesundheitsverträgliche Farben einzusetzen. Hinzu kommt ein Umdenken bezüglich Produktionsbedingungen und Standort. Mittlerweile gibt es auch einige deutsche Labels, bei denen du einen nachhaltigen Bikini kaufen kannst, anstatt teuer aus den USA zu importieren. Besonders ist hier zum Beispiel, dass die Stoffherstellung unter Ökostrom funktioniert. Ein absoluter Pluspunkt. Ein großer Kritikpunkt an herkömmlicher Bademode ist nicht nur die schadstoffhaltige Färbung, sondern auch das Material. Ein nachhaltiger Bikini besteht nicht aus herkömmlichen Kunstfasern wie Nylon oder Polyester, sondern in erster Linie aus recycelten Materialien und Bio-Baumwolle. So kann zum Beispiel aus Fasern von alten Fischernetzen oder PET-Flaschen Stoff gewonnen werden. Übrigens ist der Tragekomfort dadurch nicht schlechter – ganz im Gegenteil –, denn die Verarbeitung erfolgt ebenso fein.

 

Beliebtes Material für nachhaltige Bademode: Econyl

Das ist ein Garn, welches nahezu komplett aus recyceltem Polyamid besteht. Es wird aus unterschiedlichen Plastikabfällen wie z.B. entsorgten Fischernetzen entnommen.

 

Die schönsten Label für faire Bikinis und Co

 

 
 
 
 
 
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  1. Vom deutschen Mutter-Tochter Gespann Laura-Li Kämper und Ping Wittich: Oceanchild

Stil: Sexy, australischer/brasilianischer Fit

Material aus recycelten Plastikflaschen, wird hauptsächlich „on demand“ produziert 

Zu Oceanchild

 

 
 
 
 
 
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  1. Münchner Label: Chrystal Flow

Stil: sportlich

Recycling-Faser Econyl, Design in München, faire Produktion in Serbien 

Zu Crytal Flow

 

 
 
 
 
 
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  1. Hamburger Label: Mymarini

Stil: Zeitlos, elegant, Modelle zum Wenden

Kunstfaser nach Öko-Tex Standard 100 zertifiziert und Econyl, kurze Lieferketten, faire Produktion in Kroatien

Zu My Marini

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Anekdot (@anekdotboutique) am

 

  1. Berliner Label: Anekdot

Stil: Trendy, modern

Fair und in Handarbeit produziert in Berlin, Materialien hauptsächlich aus Reststücken, Vintage-Teilen oder Econyl 

Zu Anekdotboutique

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von INASKA Swimwear (@inaskaswimwear) am

 

  1. Ebenfalls aus Deutschland: Inaska

Stil: Surfen, Sportlich, modern

Perfekter Sitz für sportliche Frauen, Produziert aus Econyl

Zu Inaska Swimwear

 

…to be continued – denn es gibt noch viele mehr. Was sind eure Empfehlungen?

 

So hast Du lange etwas von Deinem nachhaltigen Bikini

 

Wasche Deinen Bikini nach dem Schwimmen gleich aus und drücke das restliche Wasser heraus. Denn sonst können Rückstände vom Schwimmbad (Chlor) oder Meerwasser (Salz) das Aussehen deiner Bademode verändern. Danach bitte nicht direkt in der Sonne trocknen, da sonst die Farben ausbleichen können. Für die Waschmaschine verwendest Du am besten ein mildes, umweltfreundliches Waschmittel und einen Wäschebeutel. Befolgst du alle Pflegetipps, musst du nicht jede Saison aufs Neue nach dem perfekten Bikini suchen und hast mehr Zeit für den nassen Badespaß – und das ohne Chemiekeule =).

 

Was ist deine Lieblingsmarke für nachhaltige Bikinis?

 

Birte

Gast-Autorin

“Hi! Ich bin Birte..

..und wohne mit meiner Familie am Fuße der Alpen, ein Paradies für regionales Essen :). Nachhaltigkeit und Fair Fashion wird bei uns schon seit Jahren groß geschrieben. Wenn ich nicht gerade beim Wandern bin, findet Ihr mich auch online. Ich bin Geschäftsführerin von Mami first und biete in Zusammenarbeit mit Expertinnen Online Geburtsvorbereitung- und Rückbildungs-Kurse an.“

Gast-Autorin bei FREIRAUMREH