Bio-Baumwolle – Der feine Unterschied

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Wenn du in deinen Schrank schaust, findest du dort mit Sicherheit viele Teile aus Baumwolle, wie zum Beispiel T-Shirts oder Jeans. Das ist kein Wunder, denn die vielseitige Faser punktet mit hohem Tragekomfort – und das laut Archäologie schon seit mindestens 6000 Jahren.

 

Die durstige Baumwolle

Dann ist sie ja bestimmt auch besonders natürlich diese Baumwolle, denkst du jetzt vielleicht.  Allemal besser als Polyester ist sie doch gewiss. Auf den ersten Blick scheint das logisch. Doch wenn du genauer hinschaust, fallen dir sofort die Schattenseiten des massenhaften Anbaus der Baumwolle ins Auge. Denn von der traditionellen Kulturpflanze wie vor tausenden von Jahren sind wir im herkömmlichen Anbau mittlerweile weit entfernt: Ein rentables Baumwollfeld benötigt heute Unmengen von Pestiziden und Wasser.

Viele Sorten sind außerdem gentechnisch so verändert, dass sie ertragreicher sind und besonders langfaserige Baumwolle liefern – aber diese Pflanzen sind auch ungeheuer durstig. Ein einziges Kilogramm kann je nach Bodenbeschaffenheit und Klima im Herkunftsland der Baumwolle ganze 23000 Liter Wasser verbrauchen. Da ist eine ganze Menge.

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Die Alternative: Bio-Baumwolle

Was also tun? Solltest du vielleicht lieber ganz auf die tollen Eigenschaften von Baumwolle verzichten? Das musst du nicht, denn es gibt eine nachhaltigere und klimafreundlichere Alternative: Bio-Baumwolle. Okay, Auch ökologisch angebaut verbraucht die Pflanze noch immer reichlich Wasser. Aber dank der eingesetzten Pflanzen, der sinnvollen Fruchtfolge und der besseren Böden schlagen im Bioanbau nur knapp 11000 Liter pro Kilogramm zu Buche – das sind immerhin bis zu 50% weniger als bei herkömmlicher Baumwolle.

Eine noch positivere Bilanz hat Bio-Baumwolle bei gefährlichen Pestiziden – sie werden nämlich einfach vermieden. Die Arbeiter können gefahrlos auf den Feldern arbeiten ohne Gesundheitsschäden zu befürchteten. Die Böden und Insekten bleiben ebenfalls vom Gift verschont. Bio ist zwar nicht gleich fair, aber der Anbau wirkt sich dennoch meist positiv auf die Lebenssituation der Produzenten aus. Das sind oft Kleinbauern, die mit Bio nicht mehr auf teure Unkrautvernichter angewiesen sind – sie nutzen stattdessen Mist und Dung, der kostenlos anfällt.

Oder sie pflanzen preiswert Sonnenblumen mit ins Feld. Denn das finden die Schädlinge so lecker, dass sie die Baumwollpflanzen einfach links liegen lassen. Der Ertrag ist im ökologischen Anbau zwar geringer, aber dafür bekommen die Produzenten auch einen besseren Preis für ihr Produkt.

 

Weniger ist mehr

Also kurz gesagt: Bio-Baumwolle lohnt sich. Denn sie verbraucht weniger Wasser als herkömmliche Pflanzen, Pestizide bleiben außen vor und für die Kleinbauern lohnt es sich finanziell mehr. Und besser als Polyester ist Bio-Baumwolle auch beim Thema Mikroplastik. Dein T-Shirt aus Baumwolle baut sich im Laufe der Zeit einfach ab, denn es ist ja ein rein pflanzliches Produkt.

Wenn du lieber nachhaltigere und klimafreundlichere Jeans und T-Shirts tragen möchtest, besorge Dir schöne Teile aus Bio-Baumwolle. Noch besser ist es, wenn sie zusätzlich fair produziert sind. Besonders umweltfreundlich kleidest du dich ohnehin, wenn du dich für wenige, hochwertige Stücke entscheidest, die dich lange begleiten. Kleidung aus Bio-Baumwolle ist langlebig und pflegeleicht – 30 Grad mit einem milden Waschmittel reichen aus. Damit alles in Form bleibt trockne sie an der Luft. So bleiben dir deine Lieblinge lange erhalten.

 

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